Satanismus

Autarker, sekundär achristlicher Satansmus
Diese Form sieht den Satanismus als eine vom Christentum unabhängige positive Religion. Ihre Glaubensaussagen lehnen jedoch weiter die des Christentums ab. Als Vertreter dieser Variante gelten die Church of Satan und der Temple of Set.

Gnostisch umgewerteter Satanismus
Diese Variante gesteht Satan positive Eigenschaften zu. So sehen sie den christlichen Gott mit negativen Eigenschaften. Die Lehre entstand im spätantiken Gnostizismus. Satan ist der verleumdete, gute Gott und der Befreier. Der christliche Gott hingegen ist die Unterdrückung in Person.

Integrativer Satanismus
Satan und Gott sind in dieser Form Teil einer größeren Einheit. Entweder verkörpern sie sie die kooperierenden Teile der Einheit oder Anteile neuer Trinitäten. Berühmtester Vertreter dieser Richtung ist Charles Manson. Er sah sich als Satan und Jesus in einer Person.

Reaktiver, paradigmatisch konformer Satanismus
Das Satansbild wurde vom Christentum übernommen und nicht weiterentwickelt. Satan ist das und der Böse. Diese Form des Satanismus ist, soweit bekannt, kaum organisiert und wird vor allem von einigen Black-Metall – Gruppen vertreten. Glaube und Kommerz gehen hier Hand in Hand. Doch gibt es einige unbeständige Geheim- und Jugendzirkel.

Synkretistisch gebrochener Satanismus
Satan spielt zwar eine Rolle, ist aber nicht im Zentrum dieser Glaubensform. Die wenigsten Anhänger dieser Lehre würden sich selbst als Satanisten verstehen. Beispiele hierfür wären Aleister Crowley und die „thelemischen“ Kulte, die sich auf ihn beziehen.

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