Der Tod ist ein Meister aus Deutschland

  • Es ist erst vor wenigen Jahrzehnten geschehen, doch leider schon von Vielen vergessen oder verdrängt. Das Grauen der medizinischen Versuche am Menschen im Dritten Reich.
  • Mir fällt dazu Ernst Klee ein. Er ist einer der Wenigen, so scheint es mir, der dem Vergessen den Krieg erklärt hat. In seinen hervorragend recherchierten Büchern beschreibt er den Mechanismus, der es Medizinern damals ermöglichte, menschliches Leben zu vernichten, der meines Erachtens jedoch auch heute noch funktioniert.
  • In ihren rassistischen Wahnvorstellungen haben die Machthaber des Dritten Reichs den Begriff “Mensch” neu definiert.
  • So wurde nicht nur Auschwitz und all die anderen Orte des Wahnsinns möglich, so wurde es nicht zuletzt legitim, den Menschen als Menschenmaterial, als bloßen Zellklumpen in den Labors in grausamster Weise zu missbrauchen.
  • Wie gesagt, heute ist das nicht anders. Heute hat das Morden und das Manipulieren am Menschen in der Medizin, lediglich ein humanistisches Gesicht bekommen.
  • Der Begriff “Mensch” hat erst dann einen Inhalt, wenn es die Lebensqualität seiner “Mit – Menschen” – oder ist hier der Begriff “Über – Menschen” treffender – erlaubt.
  • Wer hat es uns gestattet, zu bestimmen wann ein Mensch Mensch ist? Spricht daraus nicht die ungezügelte Gier nach dem Alles – Haben – Wollen und Alles – Können – Dürfen?
  • Geschätzte 200.000 Abtreibungen sprechen eine Sprache für sich. Hinzu kommt nun noch die embryonale Stammzellengewinnung und wo auch immer menschliches Leben in seinen Frühstadien manipuliert und vernichtet wird.
  • Es ist schrecklich zu sehen, dass bis heute eine Wissenschaft, die sich am menschlichen Leben vergreift, keine wirksamen Grenzen anerkennt.
  • Das kann sie auch nicht. Sie hatte nie welche.

Und wieder einmal wird großzügig ausgeschenkt: Schwarze Milch der Frühe.

Wilhelm Wittfeld