Brüdergemeinde

Was versteht man darunter und welches Selbstverständnis hat sie als Gemeindeform?

Bibelorientiert leben

  • In Brüdergemeinden haben Tradition und Lehre zwar ihren Platz, doch steht das neutestamentliche Gemeindebild im Vordergrund. Jesus Christus, so, wie uns die Bibel ihn zeigt, ist Mittelpunkt des Lebens und der Gemeinde.

Was würde JESUS tun?

  • Die Bibel sagt, dass Jesus Christus Haupt seiner Gemeinde ist. Er sagt im Evangelium nach Matthäus:

Ihr aber sollt euch nicht Lehrer nennen lassen, denn einer ist euer Meister, Christus; ihr aber seid alle Brüder. Mt.23,8

  • Deshalb gibt es auch keinen “Ersten” unter “Gleichen”, sondern, wie die Bibel lehrt, ein “allgemeines Priestertum” der Gläubigen.
  • Freilich, es gibt auch sie  dort, die Ältesten und Diakone, Brüder, die in verstärktem Maße Verantwortung tragen, die auch Leitungsfunktionen wahrnehmen. Doch letztlich ist die Gemeinde eine Theokratie – Gott herrscht, nicht wir Menschen.

Christozentrisch

  • Brüdergemeinden sind auf Jesus Christus ausgerichtet. Erkennbar unter anderem an der sonntäglichen Mahlfeier zur Erinnerung an ihn. Das ist seine Bitte gewesen und hilft, die Tatsache der Erlösung in Kopf und Herz wach zu halten. Aus diesem Grund erscheint es nur logisch, dass die Mahlfeier erlöste Menschen betrifft, Menschen, die sich nicht scheuen ihren Glauben in der Taufe öffentlich zu bekennen und ihr Leben dem Ordnungsprinzip Gottes, das ist seine Liebe, unterzuordnen.

Gegen den Strom schwimmen…

  • Wir leben in einer Welt der Beliebigkeit, in der der Trend zur Unverbindlichkeit immer stärker wird. Ethische und moralische Normen, die früher dem Menschen Halt gaben, sind austauschbar geworden. Brüdergemeinden wollen dagegen ein klares und glaubhaftes Zeugnis von Jesus Christus sein, Menschen, die auf der Grundlage ihres Glaubens positiv in unsere Gesellschaft hineinwirken.